Fallbeispiel
Sechs Studiengänge, sechs eigene Videos
Sechs Videoformate für die HTWG Konstanz, jedes für genau einen Studiengang. Zusammen 1,27 Millionen Aufrufe auf TikTok und Instagram und 8.679 Klicks auf die Studiengangsseiten.
Die Zahlen
Alle Werte stammen aus den Kanälen des Creators auf TikTok und Instagram, Stand September 2025, nicht aus einer Hochrechnung.
Die Aufgabe
Die HTWG Konstanz wollte 2025 Studieninteressierte für ihre internationalen und technisch-nachhaltigen Studiengänge gewinnen. Nicht für die Hochschule im Allgemeinen, sondern für fünf konkrete Studiengänge, die im Wettbewerb um Bewerbungen gegen bekanntere Namen antreten.
Das Problem dieser Studiengänge ist nicht ihr Ruf, sondern ihr Name. Wer mit 18 vor der Studienwahl steht, kennt Maschinenbau und BWL. Was hinter Process Engineering, Umweltingenieurwesen oder Gesundheitsinformatik steckt und welche Arbeit danach kommt, weiß niemand, dem es nicht jemand zeigt.
Dazu die Lage: Der Campus liegt direkt am Bodensee, mit Blick auf die Alpen. Ein Argument, das jede Hochschule über sich selbst behaupten kann und das deshalb erst zählt, wenn man es sieht.
Also kein Imagefilm über die HTWG, sondern sechs eigenständige Videos: fünf für je einen Studiengang, eines für den Ort. Veröffentlicht auf TikTok und Instagram, jeweils mit Link auf die passende Studiengangsseite.
Das Fazit der Kampagne
Sichtbarkeit für eine Hochschule bringt erst dann Bewerbungen, wenn jeder Studiengang seinen eigenen Grund bekommt.
Die Umsetzung
Jedes Video nimmt sich einen Studiengang vor, benennt die Arbeit dahinter und sagt, was am Ende dabei herauskommt. Keines versucht, die Hochschule als Ganzes zu verkaufen.
Technik und Wirtschaft in einem Studiengang, mit Auslandserfahrung, Double Degree und Projekten mit Unternehmen. Gedreht am Wasser vor dem Campus, gemeinsam mit Studentinnen des Studiengangs.
BWL mit Pflichtjahr in China oder Südostasien, Sprachausbildung inklusive. Der Beitrag stellt dem gewöhnlichen BWL-Studium ein Profil gegenüber, das im Lebenslauf sofort auffällt.
Sauberes Wasser, funktionierende Abfallsysteme, nachhaltige Energie. Der Beitrag steht vor einem Container voller Müll und macht damit in einer Sekunde klar, worum es in dem Studiengang geht.
Ein Studiengang, dessen Name nichts verrät. Der Beitrag beantwortet ihn über das Gehalt und den Bedarf in der Industrie und erklärt erst danach, welche Verfahren dahinterstecken.
Medizin ohne Operationssaal. Der Beitrag holt alle ab, die etwas mit Gesundheit machen wollen und dabei nie an Informatik gedacht hätten, und zeigt digitale Diagnostik als Berufsfeld.
Das einzige Video ohne Studiengang. Es zeigt den Ort: Seeblick, kurze Wege, über 80 Partnerhochschulen weltweit. Der Grund, sich zwischen zwei gleichwertigen Hochschulen für diese zu entscheiden.
Die Videos
Das Ergebnis
Über 1,07 Millionen Aufrufe auf TikTok, mehr als 200.000 auf Instagram, zusammen rund 1,27 Millionen. Dazu 8.679 Klicks auf die verlinkten Studiengangsseiten, im Schnitt also gut 1.400 pro Video.
Bei einer Studienwahl ist der Klick der Wert, auf den es ankommt: Er heißt, dass jemand aus einem Video heraus nachlesen wollte, was der Studiengang verlangt. Die 830 Speicherungen zeigen dasselbe zeitversetzt, denn eine solche Entscheidung trifft niemand beim ersten Ansehen.
Warum es funktioniert hat
Ein Sammelvideo über sechs Studiengänge erreicht sechs Zielgruppen halb. Sechs eigene Videos erreichen jede ganz, und die Reichweite addiert sich, statt sich zu teilen.
Die Videos beginnen bei der Aufgabe, nicht beim Modulhandbuch: Wasser sauber halten, Prozesse effizienter machen, Diagnosen digital unterstützen. Ein Studiengangsname überzeugt niemanden, eine Aufgabe schon.
Der Bodensee steht am Ende, nicht am Anfang. Als alleiniger Grund für ein Studium trägt er nicht, als Argument gegenüber einer gleichwertigen Hochschule sehr wohl.
Fordern Sie unser Infoexposé an und sehen Sie in Ruhe, was für Ihre Hochschule möglich ist.