Der Zugang zum Medizinstudium in Deutschland hƤngt fast ausschlieĆlich vom Abiturschnitt oder dem Medizinertest ab. Wer keinen Schnitt von 1,0 vorweisen kann, scheitert oft schon an der Bewerbung, unabhƤngig von Motivation oder Eignung für den Arztberuf. Das McDaniel College Budapest bietet mit seinem Pre-Med-Programm einen alternativen Weg, doch dieser Weg musste einer Zielgruppe erklƤrt werden, die einen Studienstart im Ausland selten von sich aus in Betracht zieht.
Der erste Zweifel betrifft die Seriosität des Wegs. Ein einjähriges Programm in Budapest klingt zunächst nach einer Abkürzung, nicht nach einer gleichwertigen Vorbereitung. Die Kampagne stellt deshalb die Fächer in den Vordergrund: Biologie, Chemie, Physik, Englisch und Latein, unterrichtet auf Deutsch von erfahrenen Dozentinnen und Dozenten, unabhängig von der ursprünglichen Abiturfächerkombination.
Der zweite Zweifel betrifft die Anerkennung. Ein Abschluss, den ungarische Universitäten nicht akzeptieren, wäre für die Zielgruppe wertlos. Die Kampagne benennt deshalb konkret, dass Universitäten wie die Semmelweis-Universität das Programm vollständig anerkennen und dass die Zulassungschance im Anschluss bei rund 90 Prozent liegt.
Das Fazit der Kampagne
Ein Numerus Clausus lƤsst sich nicht wegdiskutieren, aber ein zweiter Weg lƤsst sich sichtbar machen.