Fallbeispiel
Wenn der MƤnnermangel zum Karrierevorteil wird
Ein Video für die MSB Medical School Berlin, das mit den Klischees über das Studium der Sozialen Arbeit aufrƤumt. Ćber 100.000 Aufrufe und 267 Klicks auf den Link zum Schnuppertag.
Fallbeispiel
Ein Video für die MSB Medical School Berlin, das mit den Klischees über das Studium der Sozialen Arbeit aufrƤumt. Ćber 100.000 Aufrufe und 267 Klicks auf den Link zum Schnuppertag.
Die Zahlen
Alle Werte stammen aus dem Kanal des Creators, Stand Mai 2026, nicht aus einer Hochrechnung.
Die Aufgabe
Die MSB Medical School Berlin sucht Studieninteressierte für den Bachelor Soziale Arbeit, einen Studiengang mit hartnäckigem Imageproblem. Rund um das Fach halten sich Klischees: ein reiner Frauenberuf, ein Plan B für abgelehnte Psychologie-Bewerber, ein Fach für naive Weltverbesserer. Die Aufgabe: den geringen Männeranteil in der Branche nicht als Schwäche zeigen, sondern als Karrierevorteil.
Ein zentraler Punkt der Kampagne war die Abgrenzung zur Psychologie, um der Sozialen Arbeit eine eigene Relevanz zu geben. WƤhrend Psychologen an den inneren Ursachen von Problemen wie Panikattacken arbeiten, packen Sozialarbeiter als āManager des Lebensā dort an, wo die Therapie aufhƶrt: Sie klƤren Wohnungsfragen, begleiten zu Ćmtern und sichern die Existenz.
An der MSB bereiten intensive Praktika direkt im Berliner Kiez die Studierenden auf diese echten Krisen vor. Das Hybrid-Modell aus PrƤsenz- und virtuellem Lernen sowie kleine Kurse statt überfüllte HƶrsƤle sollen dabei die Angst vor der spƤteren Ćberforderung nehmen.
Dass die MSB als private Hochschule Studiengebühren erhebt, blendet die Kampagne nicht aus, sondern stellt dem die intensive Betreuung und die praktische Ausrichtung des Studiums gegenüber.
Das Fazit der Kampagne
Was wie eine SchwƤche der Branche aussieht, der geringe MƤnneranteil, wird in der Kampagne zu ihrem stƤrksten Karriereargument.
Die Umsetzung
Statt einer breiten Imagekampagne setzt der Beitrag auf eine einzige, zugespitzte Frage: Lohnt sich ein Studium der Sozialen Arbeit wirklich?
Der Beitrag widerlegt die gängigen Vorurteile über das Studium der Sozialen Arbeit direkt vor Ort und erklärt, warum der geringe Männeranteil in der Branche für Berufseinsteiger zum Vorteil wird. Am Ende steht der Hinweis auf einen Schnuppertag an der MSB.
Die Videos
Das Ergebnis
Ćber 100.000 Aufrufe auf ein einziges Video und 267 Klicks direkt auf den Link zum Schnuppertag. Bei einem Studiengang mit Imageproblem ist der Klick der eigentliche Beleg: Er heiĆt, dass jemand aus der Unterhaltung heraus zur echten Information gewechselt ist.
200 Speicherungen und 40 Weiterleitungen zeigen, dass der Beitrag über den ersten Kontakt hinaus gewirkt hat. Bei einer Studienentscheidung mit Studiengebühren und mehrjähriger Bindung entscheidet niemand spontan.
Warum es funktioniert hat
Das Video widerspricht den gängigen Vorurteilen über Soziale Arbeit nicht abstrakt, sondern direkt und persönlich. Erst wer wegen der Kritik am Fach zusieht, hört auch das Argument, das danach kommt.
Statt den geringen MƤnneranteil in der Branche zu verschweigen, macht das Video ihn zum Vorteil: MƤnnliche Vorbilder werden in schwierigen Lebensphasen von Jugendlichen gebraucht, und genau das wird zum Karriereargument.
Praktika direkt im Berliner Kiez und die Abgrenzung zur Psychologie machen aus einem oft belƤchelten Studiengang ein Fach mit klarem Berufsbild, das die Angst vor der Ćberforderung im Job nimmt.