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Mr.Karriere

Fallbeispiel

Ein Arbeitgeber, der nicht genannt werden darf

Ein Teaser und vier Videos für das Bundesamt für Verfassungsschutz, umgesetzt im Auftrag von House of Communication Munich. Zusammen 1,18 Millionen Aufrufe und 3.597 Klicks auf das Karriereportal.

  • KundeBundesamt für Verfassungsschutz
  • Umsetzung überHouse of Communication Munich
  • Stand06/2026
Standbild aus dem Video über die Wege in den Nachrichtendienst
Standbild aus dem Video über die geheime KooperationTop Secret: KooperationDer Partner, der anonym bleibt
Standbild aus dem inszenierten Interview mit einem Mitarbeiter

Die Zahlen

Was die fünf Beiträge gebracht haben

Alle Werte stammen aus dem Kanal des Creators, Stand Juni 2026, nicht aus einer Hochrechnung.

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Die Aufgabe

Ein Nachrichtendienst kann schlecht für sich selbst werben

Das Bundesamt für Verfassungsschutz sucht Nachwuchs für den mittleren und den gehobenen Dienst. Die Aufgabe kam über House of Communication Munich zu uns: eine Behörde als Arbeitgeber sichtbar machen, über die vor allem Bilder aus Hollywood im Umlauf sind.

Wer an einen Nachrichtendienst denkt, denkt an James Bond. Das ist ein Vorteil und ein Problem zugleich. Die Aufmerksamkeit ist da, nur stimmt die Vorstellung vom Beruf nicht: Informationsbeschaffung und Auswertung sind analytische Arbeit mit hoher Verantwortung, keine Verfolgungsjagd.

Dazu kommt eine Hürde, die kaum ein anderer Arbeitgeber hat. Die Behörde kann nicht frei über sich sprechen, und viele Interessierte trauen sich die Sicherheitsüberprüfung von vornherein nicht zu. Beides schreckt genau die ab, die geeignet wären.

Also keine Imagekampagne, sondern ein Teaser und vier Videos, die je eine konkrete Frage beantworten: Was macht der Dienst wirklich, taugt man dafür, was verlangt die Bewerbung, und was verdient man dabei.

Das Fazit der Kampagne

Ein Arbeitgeber, über den man wenig sagen darf, braucht jemanden, dem die Zielgruppe die wenigen Sätze glaubt.

Die Umsetzung

Ein Teaser und vier Antworten

Die Serie führt vom geheimen Partner über den Selbsttest bis zur Bewerbungsfrage. Jeder Beitrag löst genau einen Einwand auf, statt alle auf einmal zu erwähnen.

  1. 01
    Standbild aus dem Eröffnungsvideo über die geheime Kooperation

    Der Partner, der anonym bleiben will

    Das Eröffnungsvideo macht aus der Einschränkung den Aufhänger: Normalerweise wollen Partner ein großes Logo im Bild, dieser will nicht genannt werden. Erst danach fällt der Name der Behörde, zusammen mit Verbeamtung und Sicherheit als Argument.

  2. 02
    Standbild aus dem Video über die Wege in den Nachrichtendienst

    Was der Dienst tatsächlich macht

    Die Arbeitsteilung zwischen Informationsbeschaffung und Auswertung, in einfachen Worten erklärt. Dazu die beiden Wege hinein, Ausbildung im mittleren und duales Studium im gehobenen Dienst, mit Gehältern von rund 1.500 bis 1.750 Euro ab dem ersten Tag.

  3. 03
    Standbild aus dem interaktiven Aufmerksamkeitstest

    Der Aufmerksamkeitstest

    Ein Beitrag zum Mitmachen: drei Fragen zu einer Szene, die man einmal gesehen hat. Wer miträt, prüft ohne Bewerbungsformular, ob ihm die Fähigkeit liegt, um die es in dem Beruf geht.

  4. 04
    Standbild aus dem Video über die Voraussetzungen

    Was die Bewerbung verlangt

    Der Beitrag gegen die Berührungsangst: Schulabschluss und Staatsbürgerschaft, Online-Test von zu Hause, Assessment-Center, Sicherheitsüberprüfung. Und der Punkt, der die meisten überrascht: Es gibt keinen Sporttest.

  5. 05
    Standbild aus dem inszenierten Interview im Splitscreen

    Das inszenierte Insider-Interview

    Ein Interview im Splitscreen, erkennbar inszeniert und im Gegenlicht gedreht. Es beantwortet die Fragen, die in den Kommentaren ständig kamen: Unterschied zu BND und BAMAD, warum der Dienst keine exekutive Gewalt hat, und was am Ende auf dem Gehaltszettel steht.

Die Videos

Die Kampagne im Original

Das Ergebnis

1,18 Millionen Aufrufe und 3.597 Klicks

Über 1.176.000 Aufrufe auf fünf Beiträge und 3.597 Klicks direkt auf das Karriereportal des Verfassungsschutzes. Bei einer Behörde, die selbst kaum Reichweite aufbauen kann, ist der Klick der eigentliche Beleg: Er heißt, dass jemand aus der Unterhaltung heraus in die Stellenausschreibung gewechselt ist.

1.500 Speicherungen und 500 Weiterleitungen zeigen, dass die Beiträge über den ersten Kontakt hinaus gearbeitet haben. Bei einem Bewerbungsverfahren mit Online-Test, Assessment-Center und Sicherheitsüberprüfung entscheidet niemand spontan.

Drei Videos der Verfassungsschutz-Kampagne auf Smartphones

Warum es funktioniert hat

  • Das Klischee als Einstieg

    Die Kampagne bestreitet das Bond-Bild nicht, sie benutzt es. Erst wer ohnehin zusieht, hört auch den Teil über Auswertung, Assessment-Center und Sicherheitsüberprüfung.

  • Die Geheimhaltung als Idee

    Dass der Auftraggeber nicht genannt werden durfte, war die größte Hürde. Im Eröffnungsvideo wird sie zum Aufhänger, und aus einer Einschränkung wird der Grund, weiterzuschauen.

  • Zahlen statt Andeutungen

    Bis zu 1.750 Euro im Monat, Verbeamtung ab dem ersten Tag, kein Sporttest. Konkrete Angaben nehmen einem Arbeitgeber, über den wenig bekannt ist, genau das Misstrauen, das ihn Bewerbungen kostet.