Fallbeispiel
20 Videos aus den Abteilungen des Zolls
Der Zoll darf auf TikTok nicht selbst senden. Mr.Karriere hat es übernommen: eine Serie aus 20 Beiträgen, zusammen mehr als 1,8 Millionen Aufrufe, kein einzelnes Video unter 20.000.
Fallbeispiel
Der Zoll darf auf TikTok nicht selbst senden. Mr.Karriere hat es übernommen: eine Serie aus 20 Beiträgen, zusammen mehr als 1,8 Millionen Aufrufe, kein einzelnes Video unter 20.000.
Die Zahlen
Alle Werte stammen aus dem Kanal des Creators, nicht aus einer Hochrechnung.
Die Aufgabe
Der Zoll wollte seine Ausbildungsberufe bekannter machen und die Zielgruppe dort erreichen, wo sie sich informiert. Nur konnte er auf TikTok nicht selbst auftreten. Genau diese Lücke hat Mr.Karriere gefüllt.
Dazu kam eine zweite Hürde: Viele verwechseln die Berufe beim Zoll mit der Polizei und wissen kaum, wie viele verschiedene Wege eine einzige Ausbildung dort eröffnet.
Die Antwort war deshalb keine Kampagne aus drei Videos, sondern eine Serie: 20 Beiträge aus verschiedenen Abteilungen, von der Kofferkontrolle am Flughafen über den Artenschutz und die Finanzkontrolle Schwarzarbeit bis zum Innendienst und zur IT.
Die Hürde
Wer beim Zoll arbeitet, wird für Polizei gehalten. Da reicht Reichweite allein nicht, es braucht Einblick.
Die Umsetzung
Sechs von 20 BeitrƤgen, die zeigen, wie breit das Berufsfeld ist. Jeder spielt in einer anderen Abteilung, und keiner erklƤrt den Zoll von auĆen.
Ein Auszubildender erzƤhlt, warum KƶrpergrƶĆe beim Zoll keine Voraussetzung ist. Ein Vorurteil weniger, ohne dass es jemand widerlegen muss.
Artenschutz als Aufgabe des Zolls. Dass eine Behörde, die man mit Grenzkontrolle verbindet, auch geschützte Arten im Blick hat, erwartet fast niemand.
Eine Abteilung, die kaum jemand mit dem Zoll verbindet. Genau deshalb steht sie in der Serie: sie erweitert das Bild vom Berufsfeld über die Kontrolle am Flughafen hinaus.
Nicht jeder beim Zoll steht an der Grenze. Der Beitrag stellt die Vorstellung vom Schreibtischjob der tatsächlichen Arbeit gegenüber.
Wer an Informatik denkt, denkt nicht an eine Behƶrde. Der Beitrag zeigt, dass genau dort technische Aufgaben liegen, die man dem Zoll nicht zutraut.
Die Frage, die in den Kommentaren immer wieder kam, als eigener Beitrag beantwortet: was nƶtig ist, um beim Zoll verbeamtet zu werden.
Die Videos
Das Ergebnis
Einige BeitrƤge kamen an eine Million Aufrufe heran, und kein einziger blieb unter 20.000. Bei einer Serie dieser LƤnge ist die Untergrenze die interessantere Zahl: sie zeigt, dass nicht ein AusreiĆer die Reichweite trƤgt, sondern das Format.
Die Kommentare waren durchweg positiv, viele Zuschauer klickten direkt weiter, um mehr über die Berufe zu erfahren. Die Serie zeigt, wie man eine Institution wie den Zoll auf einer Plattform sichtbar macht, auf der sie selbst nicht senden kann.
Warum es funktioniert hat
Drei Videos hƤtten drei Berufsbilder gezeigt. Zwanzig zeigen ein Berufsfeld. Erst die Menge macht sichtbar, wie viele Wege eine Ausbildung erƶffnet.
Gedreht wurde dort, wo gearbeitet wird: Kofferkontrolle, Artenschutz, Finanzkontrolle Schwarzarbeit, Innendienst, IT. Das rƤumt die Verwechslung mit der Polizei ohne ein Wort der Richtigstellung aus.
Der Zoll konnte auf TikTok nicht selbst senden. Ćber einen Kanal, den die Zielgruppe ohnehin verfolgt, war er trotzdem da.